Crashpertise Expertenwissen
Ein Verkehrsunfall mit einem modernen Elektrofahrzeug (E-Auto) ist kein Standardfall für Gutachter oder Versicherungen. Die technische Komplexität des Hochvoltsystems, die potenziellen Sicherheitsrisiken und die exorbitanten Kosten der Traktionsbatterie stellen Geschädigte vor völlig neue Herausforderungen. Nur ein auf Elektromobilität spezialisierter Kfz-Sachverständiger kann diese Risiken beherrschen.
Warum eine zeitnahe Begutachtung bei E-Fahrzeugen wichtig ist: Bei Elektrofahrzeugen unterscheidet sich die Schadendiagnose technisch deutlich von Verbrennerfahrzeugen — Hochvolt-Batterie, Antriebsstrang und elektronische Steuerungssysteme erfordern eine entsprechend qualifizierte Begutachtung. Eine zeitnahe und fachgerechte Schadenerfassung schafft eine belastbare Grundlage für die Schadensregulierung und kann helfen, später schwerer rekonstruierbare Sachverhalte zuverlässig zu dokumentieren.
Marco Schuster, von der IHK München öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kfz-Schäden und -bewertung, erstellt Schadengutachten für Elektrofahrzeuge nach den aktuellen fachlichen Anforderungen. Ziel ist eine vollständige, nachvollziehbare Dokumentation des Schadenumfangs als Grundlage für die weitere Schadensregulierung — die rechtliche Geltendmachung Ihrer Ansprüche gegenüber der Versicherung übernimmt Ihr Rechtsanwalt.
Der E-Auto Batterietest bei uns ist unkompliziert und liefert schnell Ergebnisse:
Ihr Ablauf nach einem Unfall mit einem Elektrofahrzeug
Bei einem Unfall mit einem Elektrofahrzeug ist eine fachgerechte und zeitnahe Schadendokumentation wichtig — sowohl aus sicherheitstechnischen Gründen (Hochvolt-System, mögliche Batteriebeschädigung) als auch zur Wahrung Ihrer Ansprüche gegenüber dem eintrittspflichtigen Versicherer. Wir empfehlen, sich vor Abgabe einer Schadensmeldung mit einem unabhängigen Sachverständigen über das weitere Vorgehen abzustimmen.
Was geschieht nach Ihrer Anfrage zu einer E-Fahrzeug-Schadenbegutachtung?
Eine zentrale technische Besonderheit bei Unfällen mit Elektrofahrzeugen ist das Risiko eines sogenannten Thermal Runaway — einer zeitverzögerten thermischen Reaktion in beschädigten Lithium-Ionen-Batterien. Auch leichte Aufprälle, insbesondere im Bereich des Unterbodens, können Batteriezellschäden verursachen, die sich erst Stunden oder Tage nach dem Ereignis als thermische Reaktion zeigen können.
Die Hochvolt-Batterie macht bei modernen Elektrofahrzeugen einen erheblichen Anteil des Fahrzeugwerts aus — je nach Modell und Konfiguration bis zu rund der Hälfte. Das hat zur Folge, dass die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert bei Beschädigung der Batterie schneller überschreiten können und ein wirtschaftlicher Totalschaden früher in Betracht kommt.
Auch nach fachgerechter Reparatur kann ein dokumentierter Unfallschaden den späteren Verkaufspreis eines Fahrzeugs mindern. Diese Position nennt die Rechtsprechung den merkantilen Minderwert.
Längere Ausfallzeiten durch spezialisierte Werkstätten
Die Reparatur eines Elektrofahrzeugs dauert erfahrungsgemäß länger als bei einem Verbrenner. Ein wesentlicher Grund ist die Anforderung an die Werkstattqualifikation:
Anforderungen aus dem Arbeitsschutz: Nach den DGUV-Regelwerken (insbesondere DGUV Information 200-005) und den Anforderungen des Arbeitsschutzes dürfen Arbeiten an Hochvoltsystemen ausschließlich durch entsprechend qualifiziertes Personal durchgeführt werden — je nach Tätigkeit etwa als „Fachkundige Person für Arbeiten an Hochvoltsystemen“ oder höher qualifiziert.
Daraus ergibt sich häufig eine eingeschränkte Werkstattwahl und längere Wartezeiten — sowohl auf verfügbares qualifiziertes Personal als auch auf spezialisierte Ersatzteile.
Folge im Gutachten: Wir ermitteln die voraussichtliche Reparaturdauer einschließlich der durch die Spezialanforderungen bedingten Verzögerungen. Diese Angaben bilden die fachliche Grundlage für mögliche Ansprüche auf Nutzungsausfallentschädigung oder Mietwagenkosten — deren rechtliche Geltendmachung erfolgt durch Ihren Rechtsanwalt im Rahmen der Schadensregulierung.
Kaskoschaden: Fundierte Gutachtengrundlage für Ihre Entscheidung
Bei selbst verschuldeten Unfällen, die über die Voll- oder Teilkaskoversicherung reguliert werden, stellt sich häufig die Frage nach der wirtschaftlich sinnvollsten Abwicklung:
Eine Finanz- oder Versicherungsberatung leisten wir nicht — diese Entscheidung ist Ihre persönliche oder die Ihres Rechts- oder Steuerberaters.
Sie haben grundsätzlich das Recht, bei einem unverschuldeten Unfall einen Sachverständigen Ihrer Wahl zu beauftragen. Bei Fragen zur fachlichen Begutachtung Ihres Elektrofahrzeugs erreichen Sie uns telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.
Ein E-Auto-Brand ist schwieriger zu löschen als bei einem Verbrenner. Statt Löschschaum wird Wasser eingesetzt, um den Lithium-Ionen-Akku aktiv zu kühlen. Da der Akku meist im geschützten Unterboden sitzt, ist der Zugang erschwert.
Um die Überhitzung einzelner Zellen zu stoppen („Thermal Runaway“), braucht es große Mengen Wasser – teils über 10.000 Liter. Der Löschvorgang dauert länger, da das Wasser schwer ins Batteriegehäuse eindringt.
Nach dem Löschen wird das Fahrzeug meist für 24 Stunden in einen Wassercontainer gesetzt, um eine Wiederentzündung zu verhindern.
Nein. Spontane Brände sind sehr selten. Meist entsteht ein Brand durch einen Unfall oder technischen Defekt. Die Sicherheitssysteme im Fahrzeug erkennen Probleme frühzeitig und schalten den Akku ab.
Nicht unbedingt. Ein E-Auto brennt anders – vor allem der Akku ist schwer zu löschen und kann sich später erneut entzünden. Aber die Brandgefahr ist nicht höher als bei herkömmlichen Autos.
Wir sind nicht nur als Sachverständige in München, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt und Freising, sondern in ganz Oberbayern für Sie da.
In der gesamten Region kommen wir bei einem Unfallschaden kostenlos zu Ihnen. Das Kfz Gutachten aus München erhalten Sie anschließend innerhalb von 1 – 2 Werktagen. Wertvolle Unfalltipps
Schnell, professionell und freundlich. Selbstverständlich sind wir auch bei weiteren Fragen jederzeit für Sie da!